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Der ASC Bobingen hat für kommende Saison das Großereignis in den Stauden nicht mehr angemeldet. Damit muss es aber noch nicht gestorben sein, denn es gibt starke Befürworter

Das letzte Bergrennen des ASC Bobingen ist vorbei und hervorragend gelaufen. Doch war es wirklich das letzte? Gerüchte gibt es in Massen. Was stimmt wirklich?

Dass das Bergrennen eine Unmenge Arbeit bedeutet, das wusste das Organisationsteam des ASC Bobingen schon, als es vor 16 Jahren die Veranstaltung nach der Aufgabe des AMC Haunstetten wieder aufleben ließ.

Schon 1985 waren die Auflagen und Kosten so gigantisch, dass sie von den Haunstettern nicht mehr zu stemmen war. Und sie stiegen weiter, von Jahr zu Jahr, als der ASC Bobingen das Bergrennen durchführte. Die Anforderungen an die Organisatoren steigerten sich beinahe ins Unermessliche. Immer wieder war der ASC Bobingen knapp davor aufzugeben. 2017 war dann der Bogen überspannt. Günter Hetzer, der Organisationsleiter, war neben seinem Beruf so überlastet, dass er seiner Gesundheit nicht noch ein weiteres Jahr Bergrennen zumuten wollte und zog die Reißleine. Mit ihm traten dann auch noch andere mit ähnlichen Argumenten den Rückzug an. Das Aus für 2018 war beschlossen. Ob es danach wieder weitergeht und in welcher Form, das blieb offen.

Das ist die eine Seite. Und die andere?

Da ist an aller erster Position die Liebe zum Bergrennen, die Faszination Motorsport. Dann sind es die freundschaftlichen Beziehungen zu den Fahrern aus ganz Europa, nicht nur beim Organisationsteam, sondern auch bei den Bürgern des Ortsteils Münster, die Jahr für Jahr ihre Garagen und mehr den Teams zur Verfügung stellen und sich auf das riesige Event in ihrem Ort freuen. Da werden inzwischen sogar Geburtstage miteinander gefeiert, und es wird gemeinsam in Urlaub gefahren. Eine herzliche Verbindung.

Es kommen also jede Menge Wehmut auf und der Gedanke: Wie kann das Bergrennen weiterleben?

Denn eines ist klar: Es gibt eine stattliche Anzahl von einflussreichen Personen, die das Aus nicht einfach hinnehmen wollen. Zu ihnen zählt auch Wolfgang Glas, ein Urgestein des Bergrennens. Er ist sich sicher, dass es weiterleben kann. Und auch Ex-Rennfahrer Ronald Holzer, seit Jahren eine wichtige Stütze des Rennens, sieht diese Chance und unterstützt die Bestrebungen zum Forbestand. Auch der ASC Vorsitzende Michael Kanth will nicht akzeptieren, dass es das war. Und mit ihm Christoph Miller, Hans Wuschek, Alfred Wagner, Martin Bobinger und andere, die sich ihre Köpfe zermartern, wie das Bergrennen am Leben erhalten werden kann.

Und da ist schließlich noch Jürgen Fritsche, der Chef der Firma Hydro-Tech und „Presenter“, also wichtigster Hauptsponsor der vergangenen Jahre. Zusammen mit den anderen Großsponsoren, zum Beispiel der Firma Automobile Tierhold und der Firma Kastner, sieht er die Zukunft des Bergrennens von Mickhausen quasi schon vor Augen. Doch wie soll die aussehen?

Darüber will sich derzeit niemand genauer äußern. Einigkeit bei den Befürwortern besteht nur darin, dass es weitergehen muss. Fest steht auch, dass es Veränderungen geben muss.

Die Arbeitsbelastung muss auf mehrere Schultern verteilt werden. Die gigantischen Auflagen müssen reduziert werden, eventuell durch Weglassen des FIA-Laufs. Die Organisation muss erleichtert werden. Der Gesamtaufwand für das Rennwochenende muss auf ein erträgliches Maß reduziert werden. Viel muss. Aber wie?

Dazu haben die Entscheidungsträger wohl schon viele Ideen in ihren Hinterköpfen gesammelt und auch schon mehrere Brainstormings veranstaltet, die sie hoffnungsvoll stimmen. Klar äußern will sich derzeit allerdings niemand. An den Gesichtern ist aber einerseits der unbedingte Wille zum Fortbestand des Bergrennens zu erkennen, andererseits zeichnet sich vereinzelt sogar schon ein zuversichtliches Lächeln ab. Am allermeisten bei Jürgen Fritsche, der nicht einmal ausschließen will, dass es 2018 zu einer Neuauflage kommt.

Schwabmünchner Allgemeine 11. Oktober 2017 Nummer 234

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