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Eine der derzeit bedeutendsten Motorsportveranstaltungen in Süddeutschland steht vor einer ungewissen Zukunft. Der ASC Bobingen e.V. sieht sich als Veranstalter des internationalen Bergrennens in Mickhausen, nach 17-jähriger intensiver Ehrenamtsarbeit, vorerst nicht in der Lage den enormen Aufwand weiterhin zu schultern. Die Anforderungen in der Organisation sind momentan zu hoch, als dass sie in wichtigen Funktionsbereichen neben großen beruflichen Ansprüchen ohne Wunden zu hinterlassen in der nahen Zukunft erfüllt werden können. Umso mehr bemüht sich die Organisation, wieder einen besonderen Abschluss im Motorsportkalender zu präsentieren -und zumindest das sieht gut aus.

Sportliches Highlight in den Stauden bei Augsburg bildet auch 2017 das letzte Saisonrennen um den FIA International Hill Climb Cup (IHCC). Wartet hier doch wieder ein spektakuläres Fahrerfeld aus vielen europäischen Nationen darauf, sich vor dem bekannt fachlichen Publikum zu messen. Der Cup wird in 3 Fahrzeugkategorien ausgetragen

1. die Produktionswagen aus der Großserie in der Kategorie 1
2. die Rennsportfahrzeuge und Formelwagen der Katergorie 2 und
3. die renntechnisch stark verbesserten Tourenwagen der Gruppe E1 in der Kategorie 3

Pro Rennen können die Fahrer in den jeweiligen Kategorien 25 Wertungspunkte einfahren.

Die Sportwagenkategorie hat auch 2017 der Tscheche Vaclav Janik vom Nutrend Racing Team auf seinem Prototypen Norma M20 FC dominiert. Ihm ist die Titelverteidigung realistisch nicht mehr zu nehmen. Dennoch sind die Sport- und Rennwagen das Herz der Veranstaltung. Und dabei ist auch der Veranstalter selbst sehr gespannt, ob dem superschnellen Schweizer Eric Berguerand in seinem Formel 3000 Boliden der erste Gesamtsieg in Mickhausen gelingt. Im vergangenen Jahr hat Ihm ein Regenschauer just zum Start seines letzten Tagesstarts den endscheidenden Sekundenbruchteil gekostet. Jedenfalls werden sehr viele Daumen für den sympathischen Rennfahrer aus Martigny gedrückt. Gegen seinen Landsmann Marcel Steiner wird das aber wieder ein schwieriges Unterfangen. Wenn der LobArt-Mugen V8 gut läuft, wird das sicher eine ganz spannende Kiste. Beide kennen sich sehr gut und beide kennen die Tücken des Mickhauser Kurses in und auswendig.

In der Kategorie 1 der Produktionswagen führt derzeit der Ungar Laszlo Hernadi auf einem Mitsubishi Lancer EVO 9. Hier wird es wieder besonders spannend werden, denn die letztjährige Gewinnerin Gabriella Pedroni aus San Michele all´Adige ist nur hauchdünn hinter Hernadi geführt. Die Spannung beruht auch darauf, dass beide auf identischen Fahrzeugen um den Titel kämpfen. Vor Mickhausen wird noch im österreichischen St. Agatha um Punkte gekämpft. Letztlich wird aber das Rennen in Mickhausen in dieser Kategorie den Cup entscheiden. Sportlich interessant wird im Besonderen der Auftritt des französischen Meisters Pierre Courroye, der mit seinem Mc Laren MP4 GT3 erstmals in Mickhausen auftritt.

Die Kategorie 3 ist in Deutschland besonders beliebt. Fahrer, wie Felix Pailer, aus dem benachbarten Österreich haben sich besonders mit ihren Fahrkünsten und phantastischen Tourenwagen ein Fanpotenzial geschaffen. Als Leader der E1-Boliden in der Kategorie 3 kommt der Österreicher Karl Schagerl auf seinem pfeilschnellen Golf Rally G60. Er führt sein Klassement mit derzeit 8 Punkten Vorsprung vor dem tschechischen Piloten Karel Trneny an. Beim Heimrennen in St. Agatha könnte Schagerl seinem Verfolger bereits davonfahren, vielleicht aber bleibt die Entscheidung für Mickhausen offen. Trotzdem gibt es in dieser Kategorie wieder einen besonderen Hingucker. Mickhausen wird wohl wieder Gastgeber für ein ganz besonderes Fahrzeug sein: ein Ex Werks-DTM Alfa Romeo 155 V6 des damaligen Publikumlieblings Larini. Der Italiener Marco Gramenzi wird die Ohren der Zuschauer mit dem besonderen Klang dieser „bella Macchina“ verzaubern. Sagt man diesem Sound doch nach, sich besser als ein Ferrari anzuhören. Und vielleicht klappt auch noch der Start eines zweiten DTM Alfa. Francesco Laschino möchte seinen „Traum in Weiß“ in Mickhausen an den Start bringen. Dazu wird das Fahrzeug in Italien nach einem Rennunfall beim italienischen Meisterschaftslauf in Gubbio wieder aufgebaut. Es ist zu hoffen, dass die Mechaniker das Fahrzeug rechtzeitig zum Laufen bringen.

In der Deutschen Bergmeisterschaft hat Vorjahressieger Björn Wiebe wieder die Nase vorne, gefolgt von Frank Debruyne. In einem besonderen Wertungsverfahren wird die Meisterschaft über verschiedene Kategorien ausgefahren: Wiebe auf einem Renault Laguna E1-Tourenwagen und Debruyne auf einem Formel 3. Mit der gut besetzten Gruppe der Tourenwagen hat Wiebe den Reglementvorteil auch 2017 gut genutzt und wird den Titel sicher einfahren, wenn, ja wenn die Technik am Saisonende hält. Den DMSB Berg Cup wird Uwe Lang bei seinem Heimrennen in Unterfranken wohl einfahren. Trotzdem kommt der Schweinfurter immer gerne nach Mickhausen, weil die internationale Konkurrenz doch ein besonderes Saison-High-Light darstellt.

Das Gros des Starterfeldes wird durch die Teilnehmer im Internationalen KW-Berg Cup gestellt. Dort wird wieder in jeder Klasse bis zum Schluss um jede Platzierung gekämpft. Jeder Punkt ist in dieser Serie bares Preisgeld wert. Das macht die Rennen des Cups so populär. Circa 60 Teilnehmer mit den hochgezüchteten Rennuntersätzen werden nach Mickhausen anreisen. Björn Wiebe wird auch hier als Gesamtsieger antreten. Im Besonderen freuen sich die Fans auf den Lokalmatador Wolfgang Glas, der nach seinem Umstieg vom Polo auf den Minichberger Golf immer besser zurechtkommt. Spannung ist im KW-Berg Cup garantiert.

Der Veranstalter bietet für die Zuschauer wieder viel auf. Die Zuschauerwege führen entlang der ganzen Rennstrecke. Drei Großbildleinwände an dem Kurs mit Verpflegungsständen und eine Tribüne am Start laden dazu ein, die berggeprüften Beine zu schonen, ohne, dass vom Renngeschehen etwas verpasst wird. Obwohl das Rennen auch bei Regen besondere Reize zeigt, bleibt doch zu hoffen, dass zum Schluss auch noch das Wetter passt.

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