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Für die ersten großen Schlagzeilen des Bergrennens Mickhausen im Jubiläumsjahr sorgten zwei Fahrer aus der Region. Für den frühesten Unfall aller Zeiten sorgte Hendrik Uenzen. Bereits als zweiter Fahrer im ersten Trainingslauf schlug er mit seinem Toyota gleich nach dem Start in den ersten aufgestellten Reifenstapel ein. Das Rennen ging allerdings ohne Verzögerung weiter. Für über eineinhalb Stunden Unterbrechung sorgte hingegen Guido Bestle. Ihm war an seinem Renault Alpine am Start ein Ölschlauch abgerutscht. Dadurch „verseuchte“ er die kompletten 2,2 Kilometer Rennstrecke. Sie muste aufwendig gereinigt werden. Das Spezial-Reinigungsfahrzeug erhielt den Preis für die „langsamste Streckenbewältigung“ mit einem Durchschnitt von etwas unter drei Stundenkilometer. Doch die abgelieferte Arbeit war perfekt.

Danach lief alle drei Trainingsläufe ohne lange Unterbrechungen und mit wenig Unfällen ab. Trotzdem: Die Fahrer gaben gleich richtig Gas. Schnellster blieb am Ende, wie nicht anders zu erwarten, Simone Faggioli.

Eigentlich war ja für Sonntag schlecht Wetter angesagt. Doch es kam ganz anders. Zögerlich kämpfte sich die Sonne durch die Wolkendecke und die Zuschauer strömten in Massen. Was sie zu sehen bekamen, das war Rennsport-Faszination pur. Nicht nur der spannende Gang durch das Fahrerlager und den Schraubern bei ihrer Arbeit zuschauen ließ die Herzen höher schlagen, auch das, was an und auf der Rennstrecke passierte.

Denn mit jedem Lauf, mit jedem Grad wärmere Straße, mit sich immer mehr verbesserndem Wetter stiegen der Mut und die Motivation der Piloten. Sie drückten voll auf das Gaspedal, bremsten erst immer allerletzten Moment, ließen die Motoren aufheulen und drifteten durch die Kurven, dass es eine Augenweide war.

Driftkönig des Tages war Werner Jetz mit seinem Subaru Renntaxi. Er hatte sich extra alte Winterreifen besorgt, um noch mehr Querbeschleunigung zu erzielen, Mitfahrer und Zuschauer in Faszination zu versetzen. An die Zeiten der Spitzenfahrer konnte er mit seinem Rally-Auto natürlich nicht rankommen, aber sich in die Herzen der Zuschauer zu fahren, das gelang bestens.

Publikumsliebling war aber auch Simone Faggioli, von der Fachwelt bei trockenem Wetter mit seinem neuen Norma M20 FC als Topfavorit gehandelt. Was die Kenner der Szene noch freute, war der bisher nie in Deutschland dagewesene Zweikampf mit Vorjahressieger Christian Merli und seinem Osella PA 2000. Der entbrannte dann auch heftig, von starkem Applaus der Zuschauer begleitet. Der einzige, der sehr gut mithalten konnte, war Eric Berguerand mit seinem Lola FA 99

Alle Drei blieben in jedem Lauf unter der 50 Sekunden-Schallmauer. Doch Faggioli war es vorbehalten, einmal die 47 vorne stehen zu haben (47.647). Nach diesem fabelhaften zweiten Lauf war der Europameister dem Gesamtsieg schon sehr nahe und konnte es sich erlauben, Merli ganz knapp den Vortritt zu lassen (48.597:48.299). Die Rangfolge 1. Faggioli, 2. Merli, 3. Berguerand quittierten die Zuschauer bei der Siegerehrung mit tosendem Applaus.

Glücklich sah dabei auch das Organisationsteam um Günter Hetzer aus. Es hatte einmal mehr für ihre hervorragende Leistung, das hochklassige Fahrerfeld und die gelungene Lokation viel Lob von alles Seiten verdient erhalten. Strahlen konnte auch der Vorsitzende des Vereins, Michael Kanth. Denn er sprach seinem gesamten Team und den 500 Helfern hohes Lob aus. Und: „Wenn mich mein Blick nicht trügt, dann hab ich so viele Zuschauer gesehen, dass wir für sie und uns auch im kommenden Jahr wohl gerne wieder ein Bergrennen ausrichten. Aber ich will den endgültigen Zahlen natürlich nicht vorgreifen. Extrem wichtig ist auch, dass unsere Sponsoren bei der Stange bleiben.“.

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